Steuersenkungen: DGB-Chef Sommer auf FDP-Linie - DER SPIEGEL
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Steuersenkungen DGB-Chef Sommer auf FDP-Linie

Angesichts der schlechten Konjunkturlage werden Forderungen nach vorzeitigen Steuersenkungen lauter. Das ist an sich nicht neu, aber die Koalition derjenigen, die sie erheben.
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Hamburg - "Die Leute brauchen mehr Netto von ihrem Brutto-Lohn, um mehr konsumieren zu können. Das belebt die Konjunktur und schafft endlich zusätzliche Jobs", wird DGB-Chef Michael Sommer in der "Bild"-Zeitung zitiert. Damit liegt er auf einer Linie mit FDP-Vize Rainer Brüderle, der Steuersenkungen noch in diesem Jahr forderte.

Forderungen nach Entlastung der Steuerzahler kommen aber auch von wissenschaftlicher Seite. "Wir brauchen niedrigere Steuersätze für mehr Beschäftigung und höheres Wirtschaftswachstum", sagte der Vorsitzende des Sachverständigenrates, Wolfgang Wiegand, der "Bild"-Zeitung zufolge.

Der stellvertretende Vorsitzende der CDU-Bundestagsfraktion, Friedrich Merz, erklärte: "Vor allem die Einkommenssteuer für Unternehmen und Arbeitnehmer ist viel zu hoch." Ähnlich äußerte sich auch Handwerkspräsident Dieter Philipp. Er verspricht sich von einem Vorziehen der Steuerreform 2004, mehr Investitionen, Wachstum und Beschäftigung.

Gegen eine Erhöhung der Mehrwertsteuer sprach sich der stellvertretende Vorsitzende der SPD-Bundestagsfraktion, Joachim Poß, aus. "Sie wäre in der jetzigen wirtschaftlichen Situation, die von Unsicherheit geprägt ist, grundfalsch", sagte er der "Rheinischen Post". Allein schon die Diskussion sei schädlich.