Steuersenkungen Glos schlägt Milliarden-Konjunkturprogramm vor
Berlin/München - Sinkende Steuern und Abgaben, mehr Investitionen: darauf laufen die Ideen von Michael Glos (CSU) hinaus. Beides sei möglich, ohne die Haushaltssanierung zu gefährden, erläuterte Glos laut "Süddeutsche Zeitung" in einem Schreiben an die Unionsfraktion.
Konkret schlägt Glos demnach vor, bis zum Jahr 2012 rund 20 Milliarden Euro in die Konsolidierung des Haushalts zu stecken.
Insgesamt 17 Milliarden Euro sollten für eine Verringerung der Lohnnebenkosten verwendet werden - Vorrang hätten die Beiträge zur Arbeitslosenversicherung. Die Absenkung der Beiträge solle möglichst bereits im nächsten Jahr, spätestens aber im Jahr 2009 greifen. Die Lohnnebenkosten könnten demnach "auf rund 38 Prozent zurückgehen".
Ab 2010 will Glos in zwei Stufen jeweils 17 Milliarden Euro für Steuersenkungen einplanen: Im ersten Schritt sollten vor allem untere Einkommensgruppen entlastet werden, danach sollten über Abgabensenkungen auch Betriebe profitieren.
itz/ddp/Reuters