Stichwort Strombörse
Vorreiter waren die Skandinavier, die 1993 in Oslo die Nord Pool, eine Strombörse für Norwegen, Schweden und Finnland gründeten. Jüngstes Beispiel ist die Leipziger Strombörse, die Erste auf deutschem Boden.
Bei Strombörsen unterscheidet man grundsätzlich zwischen dem so genannten Spotmarkt, an dem der Strom praktisch physisch gehandelt wird und dem Terminmarkt, der den Marktteilnehmern zur Absicherung von Preisrisiken dient. Dort wird mit so genannten Derivaten gehandelt wie Optionen und Futures. Die Kontrakte berechtigen den Inhaber, bestimmte Waren zu einem vorab festgelegten Preis zu kaufen oder verkaufen.
Am Spotmarkt in Leipzig gehen die Angebote der Verkäufer den Angaben zufolge bis 12.00 Uhr meist übers Internet, in selteneren Fällen auch per Fax ein. Mittags gehen die vom Computer errechneten Ergebnisse an die Marktteilnehmer.