Stiftung Warentest: Diese Läden zahlen beim Einkaufen Bargeld aus - DER SPIEGEL
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Analyse von Stiftung Warentest Diese Läden zahlen beim Einkaufen Bargeld aus

Warum extra zur Bank, wenn man sich auch beim Einkaufen bequem Bargeld besorgen lassen kann? In vielen Handelsfirmen ist der Service inzwischen verbreitet. Die Stiftung Warentest hat untersucht, bei welchen.
Kassiererin übergibt Kundin Wechselgeld: Darf’s ein bisschen mehr sein?
Kassiererin übergibt Kundin Wechselgeld: Darf’s ein bisschen mehr sein?

Kassiererin übergibt Kundin Wechselgeld: Darf’s ein bisschen mehr sein?

Foto: Julian Stratenschulte / dpa

Während der Weg zum Bankautomaten zumeist weiter ist, haben Lebensmittelhändler ein dichtes Filialnetz. Das nutzt immer mehr auch jenen, die Bargeld brauchen. Viele Händler, darunter Baumärkte und Drogerien, geben an der Kasse beim Einkauf auch Geld heraus. Die Zeitschrift »Stiftung Warentest Finanzen« hat untersucht, bei Filialen welcher Unternehmen die Bargeldabhebung tatsächlich möglich ist – und welche Voraussetzungen dafür gegeben sein müssen.

37 dominierende Handelsketten und vier große Tankstellenbetreiber haben die Tester dafür angefragt. Das Ergebnis: 23 von ihnen bieten den »Cashback«-Service an. Dazu gehören:

  • Aldi Nord und Aldi Süd,

  • Budni,

  • Denns BioMarkt,

  • dm,

  • Edeka,

  • famila Nordost,

  • Globus Baumarkt,

  • Globus Markthallen,

  • Kaufland,

  • Lidl,

  • Markant,

  • Marktkauf,

  • Müller,

  • Netto (mit Hund),

  • Netto Marken-Discount (ohne Hund),

  • Norma,

  • NP-Discount,

  • Obi,

  • Penny,

  • Rewe,

  • Rossmann,

  • toom Baumarkt.

Allerdings gibt es Einschränkungen. Denn nicht jede Bankkarte wird für die Auszahlung akzeptiert, stellten die Tester fest. Während es mit der Girokarte (ehemals EC-Karte) in der Regel überall geht, kann es mit Debitkarten der Anbieter Visa und Mastercard sowie mit Kreditkarten mitunter zu Problemen kommen.

An eine bestimmte Bank sind Kundinnen und Kunden für die Bargeldabhebung dennoch nicht gebunden. Wer Bares möchte, teilt der Kassiererin oder dem Kassierer einfach an der Kasse seinen Wunschabhebebetrag mit, zückt seine Karte und autorisiert damit Zahlung wie Abhebung.

Mehr als 200 Euro sind nicht drin

Bei einigen der Handelsketten ist ein gewisser Einkaufsbetrag für die Bargeldabhebung Voraussetzung – das sind höchstens 20 Euro etwa bei Denns BioMarkt und Obi, alle anderen Anbieter setzen die Hürde niedriger an. Bei dm, Globus Markthallen, Müller, Penny, Rewe und toom Baumarkt braucht es demnach für die Bargeldabhebung gar keinen Einkauf.

Die Mindestsumme für die Bargeldauszahlung liegt bei vielen Anbietern bei nur einem Cent, einige andere Anbieter wollen mindestens zehn Euro, Obi sogar 20 Euro auszahlen. Der maximal mögliche Auszahlbetrag liegt anbieterunabhängig bei 200 Euro.

Die »Stiftung Warentest Finanzen« weist darauf hin, dass Händler grundsätzlich nicht dazu verpflichtet sind, Bargeld auszuzahlen. Haben sie selbst zu wenig Geld in der Kasse, zum Beispiel morgens nach Ladenöffnung, können sie den Wunsch der Kundschaft ablehnen.

kig/dpa