Strampler-Rückruf C&A und die lockeren Knöpfe
Düsseldorf - Bei Strampler von C&A können sich Druckknöpfe leicht lösen und von Babys verschluckt werden. Die Bekleidungskette ruft deshalb europaweit zwei Modelle zurück, sagte Sprecher Knut Brüggemann. Die Strampler sind seit Februar im Handel und etwa 8000-mal verkauft worden. Bislang sei aber noch kein Fall bekannt, dass ein Kind Schaden genommen habe.
"Wir sind von Eltern informiert worden, bei denen sich die Knöpfe gelöst haben", sagte Brüggemann. Ein Prüfinstitut in England habe herausgefunden: Die Knöpfe lösen sich bereits bei einer Zugkraft von zwei Kilogramm, obwohl sie sieben Kilo standhalten sollten. Einer der Strampler sei gelb und mit einem Teddybären versehen, der andere weiß-blau und mit einer Ente samt Sonnenschirm dekoriert. Sie seien für sieben und zehn Euro in den C&A-Filialen verkauft worden.
"Wir haben zwar einen Qualitätsdienst. Dieser hat den Fehler aber nicht gefunden", sagte Brüggemann. Gegenüber dem Lieferanten der Strampler, dessen Name der Sprecher nicht nennen wollte, behalte sich C&A rechtliche Schritte vor. Die Rückrufaktion koste allein in Deutschland voraussichtlich mehrere hunderttausend Euro und erstrecke sich auch auf Belgien, Frankreich, Luxemburg, Österreich, Portugal, die Schweiz und Spanien. Heute wird mit Anzeigen in 120 deutschen Tageszeitungen zur Rückgabe der Stücke aufgefordert. C&A erstatte auf Wunsch Kaufpreis und Porto.