Strategien zur Sicherung: AS-Fonds - DER SPIEGEL
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Strategien zur Sicherung AS-Fonds

AS-Fonds sind seit April 1998 zugelassen und speziell für die Altersvorsorge entwickelt. Die AS-Fondsmanager investieren in Aktien, Rentenpapiere und in offene Immobilienfonds.
Dieser Beitrag stammt aus dem SPIEGEL-Archiv. Warum ist das wichtig?

Ebenso wie klassische Investmentfonds zielen AS-Fonds (Altersvorsorge-Sondervermögen) auf attraktive Rendite bei vertretbarem Risiko. Neu ist, dass bei AS-Fonds zu Aktien und festverzinslichen Wertpapieren Anteile von Immobilienfonds hinzukommen. Das Gesetz schreibt vor, dass mindestens 51 Prozent des AS-Fondskapitals in Aktien und Immobilien angelegt sein muss. Der Aktienanteil kann zwischen 21 und 75 Prozent schwanken, der Immobilienanteil ist auf maximal 30 Prozent begrenzt.

Ein AS-Fondssparplan hat eine Laufzeit von mindestens 18 Jahren oder bis zum 60. Lebensjahr. Der Anleger zahlt monatliche Beiträge, in schwachen Börsenzeiten kann er Anteile günstiger erwerben und so den durchschnittlichen Einstandspreis senken (Cost-Average-Effekt). Grundsätzlich kann die Höhe der Beiträge frei variiert werden. Erträge des AS-Fonds werden automatisch wieder angelegt (Thesaurierung). Der Sparplan orientiert sich an der Lebensphase des Anlegers: Zu Beginn ist der Aktienanteil höher.

Nach drei Vierteln der Vertragslaufzeit kann der Anleger sein erspartes Vermögen kostenlos in festverzinsliche Wertpapiere und Immobilienfonds umschichten. Dies ist ratsam, um die erreichten Erträge zu sichern: Wer bei Rentenbeginn einen sehr hohen Aktienanteil im Depot hat und von einer Baisse erwischt wird, muss mit weniger Rente auskommen.

AS-Fonds zahlen das angesammelte Kapital als Gesamtsumme oder in monatlichen Raten aus. Sparer, die ihr Kapital vererben wollen, wählen die "Auszahlung ohne Kapitalverzehr" und lassen sich nur die Zinsen auszahlen. AS-Fondssparpläne lassen sich mit einer Frist von drei Monaten zum Quartalsende kündigen. Um die staatliche Förderung zu kassieren, müssen AS-Fondssparer die Auszahlung in monatlichen Raten wählen und dürfen nicht vor dem 60. Lebensjahr auf das Ersparte zurückgreifen.

Die vergleichsweise jungen Fonds haben sich trotz des Kurseinbruches an den Börsen bislang wacker geschlagen. Der DIT-Fonds "55plus" zum Beispiel hat von April 2000 bis April 2001 nur 0,2 Prozent eingebüßt und seinen Anlegern seit Auflegung vor drei Jahren knapp 30 Prozent Rendite beschert. Der AS-Fonds "Aktiv Plus" der Adig-Fondsgesellschaft hat bei 50 Prozent Aktienanteil zwischen April 2000 und April 2001 zwar 7,4 Prozent nachgegeben, seit Auflegung 1998 aber immer noch knapp 50 Prozent Rendite geschafft.