Strategiewechsel: SAP erwägt weitere Übernahmen - DER SPIEGEL
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Strategiewechsel SAP erwägt weitere Übernahmen

Wechsel in der Unternehmenspolitik: Bislang hat SAP Zukäufe und Übernahmen immer abgelehnt, doch das hat sich geändert. Der überraschende Kauf von Business Objects scheint nur der Anfang gewesen zu sein.
Dieser Beitrag stammt aus dem SPIEGEL-Archiv. Warum ist das wichtig?

Frankfurt am Main - "Wenn sich die Gelegenheit ergibt, außerhalb unseres etablierten Geschäfts zu wachsen, kann man Akquisitionen nicht ausschließen", sagte der Vorstandssprecher Henning Kagermann der "Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung". Die Hauptzielrichtung liege jedoch weiterhin im Wachstum aus eigener Kraft.

Zu Beginn der Woche hatte SAP   überraschend den Kauf von Business Objects für 4,8 Milliarden Euro angekündigt, woraufhin der Kurs der SAP-Aktie einbrach. Kagermann widersprach der Einschätzung, der Kaufpreis sei zu hoch. "Das ist angemessen. Was uns diese Firma bringt, ist sehr wertvoll: Marktführerschaft, komplementäres Know-how und ein großes Produktspektrum, das nicht an eine Technologieplattform gebunden ist", sagte er.

Der Walldorfer Softwarekonzern vollziehe mit der Übernahme keinen massiven Strategiewechsel, bekräftigte Kagermann, der an der aggressiven Einkaufspolitik des Konkurrenten Oracle   bislang kein gutes Haar gelassen hatte. "Der Kauf war vom Timing her eine gute Gelegenheit, die strategischen Ziele, die wir seit Jahren formuliert haben, noch schneller zu erreichen. Das kann nur im Interesse der Aktionäre sein", begründete Kagermann den Schritt.

sam/ddp