Strategischer Rückzug - DER SPIEGEL
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UMTS-LIZENZEN Strategischer Rückzug

• aus DER SPIEGEL 27/2000
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Der Ausstieg der US-Telefongesellschaft MCI Worldcom aus dem Bieterverfahren um die UMTS-Mobilfunkfrequenzen in Deutschland hat vor allem strategische Gründe. In einem Schreiben an die Regulierungsbehörde erklärt Worldcom seinen Rückzug mit Bedenken, wegen einer unzulässigen Doppelbewerbung aus dem Bieterverfahren ausgeschlossen zu werden. Um die Kosten zu reduzieren, verhandelt Worldcom-Chef Bernie Ebbers nämlich seit einigen Wochen mit der Debitel-Mutter Swisscom, die einen Partner beim Erwerb der teuren Frequenzen sucht. Das Bundesfinanzministerium nimmt den neuerlichen Rückzug eines UMTS-Bieters noch gelassen hin. Zwar werden jetzt nur noch acht Parteien um die bis zu sechs Lizenzen steigern, doch nannte Hans Eichel optimistische Prognosen, es würden 100 bis 120 Milliarden Mark in seine Kassen fließen, seit Wochen stets völlig unrealistisch. Der Berliner Kassenwart kalkuliert offiziell mit Einnahmen von 20 Milliarden Mark - gut ein Viertel dessen, was die britische Mobilfunk-Auktion eingebracht hat.

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