Streiffs Abrechnung "Hamburg ist das schwächste Glied"
Paris - "Airbus sollte sich selbst steuern und nicht von EADS geführt werden", sagte der nach 100 Tagen als Airbus-Chef zurückgetretene Manager der Pariser Tageszeitung "Le Figaro". Es sei wichtiger, Airbus zu einem integrierten europäischen Unternehmen zu machen als es mit EADS zusammenzuführen. Die Beziehung zwischen Mutter und Tochter seien der Hauptgrund für die Probleme bei dem Flugzeugbauer.
Offenbar war das Hamburger Airbus-Werk der Auslöser für das Zerwürfnis zwischen Streiff und EADS. "Das Werk Hamburg ist das schwächste Glied in der A380-Produktion", sagte Streiff der Zeitung.
EADS-Co-Chef Tom Enders war in der vergangenen Woche Befürchtungen entgegen getreten, in Hamburg könnte es im Zuge der Airbus-Umstrukturierung zu einem größeren Stellenabbau kommen. Enders sagte, der Konzern werde an dem Standort festhalten.
itz/Reuters