Streikbeschluss Britische Feuerwehr will 40 Prozent mehr Lohn
London - Ihre Arbeitgeber, die britischen Stadtteilräte, bieten den Feuerwehrleuten vier Prozent. Von dieser Offerte enttäuscht, haben die 50.000 Mitglieder der Feuerwehrgewerkschaft FBU am Freitag den ersten Ausstand seit 1977 beschlossen. Für den Streik, der vom 29. bis zum 31. Oktober dauern soll, stimmten 87 Prozent. In einer zweiten Welle wollen die Feuerwehrleute auch vom 2. Bis zum 4. November die Arbeit niederlegen. Städte im ganzen Land werden betroffen sein. So will die FBU durchsetzen, dass das Jahrsgehalt um 40 Prozent angehoben wird.
Die britische Regierung appellierte an die Feuerwehrleute, den Konflikt schlichten zu lassen. "Ein landesweiter Feuerwehrstreik wäre gefährlich und schädlich", sagte Vize-Premier John Prescott. Wenn es aber doch dazu kommen sollte, müssten Feuerwehreinheiten der Armee Brände löschen. Sie seien aber nicht so gut ausgestattet wie die zivile Feuerwehr. Auch der für die Feuerwehr zuständige Minister, Nick Raynsford, verurteilte die geplanten Streiks, da dadurch Menschenleben gefährdet würden.
Die Gewerkschaft moniert, dass die Feuerwehrleute seit vielen Jahren keine Lohnerhöhung mehr bekommen hätten. Deswegen sei ihre Lohnforderung nicht überzogen. Ein britischer Feuerwehrmann verdient derzeit im Schnitt 21.000 Pfund im Jahr, das entspricht rund 32.500 Euro.