Streikdrohung Ver.di verhandelt wieder mit der Post
Postlerinnen in Dresden: Ist der Streik noch zu vermeiden?
Foto: DPAHauptstreitpunkt zwischen beiden Seiten ist die Forderung der Post, die Arbeitszeiten im Konzern zu erhöhen. Demnach sollen die 130.000 Tarifangestellten eine halbe Stunde pro Woche, die 55.000 Beamten eineinhalb Stunden in der Woche mehr arbeiten als bisher. Ver.di will es bei einer 38,5-Stunden-Woche belassen. Außerdem verlangt die Gewerkschaft sieben Prozent mehr Lohn und einen Kündigungsschutz bis 2011.
"Eine Lösung auf Basis der 38,5-Stunden-Woche scheint denkbar", sagte nun Ver.di-Verhandlungsleiterin Andrea Kocsis. "Die Deutsche Post ist weiter zuversichtlich, dass eine Lösung am Verhandlungstisch möglich ist und so weitere Streiks vermieden werden können", erklärte der Bonner Konzern.
Ver.di hatte in der vergangenen Woche mit einer Urabstimmung über einen bundesweiten Streik ab dem 2. Mai begonnen. Die Abstimmung endet in der Nacht zu Mittwoch. "Die Urabstimmung läuft super, die Botschaft der Beschäftigten kommt beim Vorstand an", sagte Kocsis.
kaz/dpa/Reuters