Streikende Mechaniker feiern Sieg gegen Boeing
New York - Die Gewerkschaft der Mechaniker teilte am Abend mit, Boeing habe in Kernpunkten wie Pensionszahlungen und Gesundheitsversorgung eingelenkt. Man habe sich daraufhin nach 25 Tagen Streik auf einen neuen Tarifvertrag für 18.000 Mitarbeiter des Konzerns geeinigt.
Die Solidarität der Arbeitnehmer habe Boeing gezwungen, von seinen Positionen abzurücken, hieß es in einer Erklärung. Boeing bestätigte die Einigung als angemessen. Die Produktion in den betroffenen Werken könne bald wieder aufgenommen werden. Die Gewerkschaftsmitglieder müssen dem Tarifvertrag allerdings noch zustimmen.
Analysten: Das ging schneller als gedacht
Die Boeing-Aktien hatten seit Streikbeginn am 2. September 4,2 Prozent an Wert verloren. Investoren befürchteten erhebliche Verzögerungen bei der Flugzeug-Auslieferung und finanzielle Einbußen für den Konzern angesichts der starken Nachfrage.
Analysten zeigten sich überrascht von der Einigung. Sie sei schneller zustande gekommen als erwartet. Nun würden sich die Negativ-Folgen in Grenzen halten, sagte Analyst Richard Aboulafia von der Teal Group. "Drei Wochen Streik werden langfristig keine großen materiellen Folgen haben."
Der Streik hatte die gesamte Produktion lahmgelegt, betroffen waren die Haupt-Fertigungsstätten in Seattle im US-Bundesstaat Washington, in Portland in Oregon und in Wichita in Kansas. Anfang September war der bisherige Tarifvertrag für die Boeing-Beschäftigten ausgelaufen.