Streit um die Wii: Patentklage gegen Nintendo - DER SPIEGEL
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Streit um die Wii Patentklage gegen Nintendo

Neuer Patentstreit in den USA: Das Unternehmen Hillcrest Labs wirft Nintendo Technologie-Klau vor. Es handelt sich um Patente für die bewegungsempfindliche Steuerung der Wii-Konsole. In der IT-Branche kommt es immer öfter zu solchen Klagen.
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New York - Nintendo ist mit seiner erfolgreichen Konsole Wii einer Patentklage in den USA ausgesetzt. Das US-Unternehmen Hillcrest Labs sieht vor allem durch die bewegungsempfindliche Steuerung der Wii seine Rechte verletzt. In der am Mittwoch im Bundesstaat Maryland eingereichten Klage werden vier Patente genannt. In einem geht es um den Aufbau einer interaktiven Fernsehprogramm-Anzeige, bei den restlichen um die Steuerung von Geräten per Handbewegung.

Hillcrest bietet selbst eine Technologie mit dem Namen "Freespace" an, mit der zum Beispiel der Cursor auf einem Bildschirm nur mit Bewegung einer Fernbedienung gesteuert werden kann. Das Unternehmen habe zusätzlich zu der Klage bei der US-Handelsaufsicht International Trade Commission beantragt, dass die Einfuhren der Wii in die USA gestoppt werden, berichtete das "Wall Street Journal" in seiner Online-Ausgabe.

Die Wii von Videospiele-Spezialist Nintendo ist vor allem dank der bewegungsempfindlichen Steuerung derzeit die erfolgreichste Spielekonsole. In der IT-Branche kommt es immer öfter zu solchen Patentklagen, denn das Klagepotential ist hier besonders groß. In komplexen Geräten wie PCs oder Handys befinden sich Tausende Erfindungen: Selbst Großunternehmen laufen dadurch Gefahr, Lizenzverletzungen zu übersehen.

In Februar sorgte der Patentverwerter IP-Com mit einer besonders großen patentklage für Aufsehen: Über zwölf Milliarden Euro Schadensersatz fordert IP-Com vom Handy-Hersteller Nokia. Gut tausend Patente soll Nokia verletzt haben, über 20 Jahre soll sich der vermeintliche Ideenklau hingezogen haben.

Um sich gegen unangemessene Patentklagen zu wehren, haben sich etliche Dickschiffe aus dem Silicon Valley kürzlich zu einer Vereinigung namens Allied Security Trust zusammengeschlossen, mit der sie strittige Patente aufkaufen wollen. Neben Google sollen sich auch Hewlett Packard, Cisco, Ericsson und einige andere Firmen der neuen Organisation angeschlossen haben.

ssu/dpa