Streit um "McJob": McDonald's-Chef legt sich mit Lexikon-Bossen an - DER SPIEGEL
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Streit um "McJob" McDonald's-Chef legt sich mit Lexikon-Bossen an

Mühevolle Arbeit mit dürftigem Lohn: Dafür steht im Englischen die Vokabel "McJob". Nun ist sie in ein Wörterbuch aufgenommen worden - und der Chef von McDonald's findet das gar nicht amüsant.
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Chicago - Der Begriff McJob war eines von 10.000 Wörtern, das neu in die jüngste Ausgabe des Merriam-Webster's Collegiate Dictionary aufgenommen wurden. Ein McJob stehe für eine "schlecht bezahlte Arbeit ohne Aufstiegschancen", heißt es in dem Eintrag.

Nun hat der CEO von McDonald's, Jim Cantalupo, einen offenen Brief an die Herausgeber des Wörterbuches geschrieben. McDonald's hat den Brief von 1300 Wörtern Länge an Nachrichtenagenturen und andere Medien gestreut.

Cantalupo klagt, die Aufnahme der Vokabel sei ein "Schlag ins Gesicht" für alle zwölf Millionen Männer und Frauen, die in der amerikanischen Restaurantbranche arbeiten. Der Begriff und seine Definition stellten die Arbeitsbedingungen bei McDonald's und seinen Konkurrenten völlig falsch dar.

Im Übrigen hätten viele der 1000 Männer und Frauen, denen heute eine McDonald's-Filiale gehört, früher einmal als einfache Bedienung begonnen. Cantalupo schreibt: "Im Namen jeder Person, die mit Stolz bedient, Essen kocht, Geschirr abwäscht, sollten wir überein kommen, diesem Begriff nicht noch weiter Verwendung zu gewähren."

McDonald's betreibt mehr als 30.000 Filialen und beschäftigt weltweit mehr als 400.000 Menschen.