Streitfall: Bund findet Bahn-Bilanzierung falsch - DER SPIEGEL
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Streitfall Bund findet Bahn-Bilanzierung falsch

Das Verkehrsministerium streitet mit der Bahn über die korrekte Bilanzierung von Immobilien. Zielscheibe der Kritik ist Finanzvorstand Sack, dessen Buchungspraxis der Bund als nicht rechtmäßig einstuft.
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Frankfurt am Main - Jörg Hennerkes, Staatssekretär im Verkehrsministerium, habe den Finanzvorstand Diethelm Sack in einem Brief auf die Sichtweise der Regierung hingewiesen, schreibt die "Financial Times Deutschland".

Sack soll Grundstücke und Gebäude, die eigentlich bei diversen Bahntöchtern gebucht werden müssten, in der Dachholding und damit in seinem direkten Einflussbereich gebündelt haben. Die Sache sei dringlich, verlautete es aus dem Ministerium.

Für den geplanten Börsengang sei es "zwingend notwendig, dass die betriebsnotwendigen Immobilien entsprechend den gesetzlichen Vorgaben im Konzern zugeordnet werden". Das Thema beschäftige derzeit auch den Bundesrechnungshof.

In der Frage gehe es nicht nur ums rechtliche Prinzip. Mit dem Vorgehen behindere die Bahn die Entscheidung über den Börsengang, werfen die Ministerialbeamten dem Konzern vor.

Der tatsächliche Wert der betroffenen Tochter DB Netz und der Bahnhofssparte Station & Service sei schwer zu beurteilen, weil in ihrer Bilanz Vermögen fehle, hieß es in dem Bericht.

Zudem würden für Gebäude und Flächen der Holding Pacht fällig. Hinzu komme, dass sich die Kosten einer derzeit diskutierten Trennung des Schienennetzes vom Transportbetrieb künstlich erhöhten.

itz/mm.de/dpa

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