Strenesse: Modehaus in Not - DER SPIEGEL
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Strenesse Modehaus in Not

Der Modehersteller Strenesse steckt in wirtschaftlichen Schwierigkeiten. Hohe Verluste haben dazu geführt, dass bereits mehr als zwei Drittel des Eigenkapitals aufgezehrt sind. Nach Informationen von manager magazin konnte das Unternehmen nur durch eine Finanzspritze das vergangene Jahr überleben.
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Hamburg - Aus den Bilanzen für 2003/2004 und 2004/2005 der Modefirma Strenesse aus dem bayerischen Nördlingen geht hervor, dass das Unternehmen hohe Verluste erwirtschaftet und mehr als zwei Drittel des Eigenkapitals aufgezehrt hat. Das berichtet das manager magazin.

Nach Angaben von Gerd Strehle, dem Vorstandschef von Strenesse, wird das Unternehmen auch im laufenden Geschäftsjahr rote Zahlen schreiben.

Finanzkreise berichten, dass Strenesse nur dank der Hilfe des ehemaligen Miteigentümers der Pharmafirma Hexal, Thomas Strüngmann, das vergangene Jahr überstand. Strüngmann ließ Strenesse über die Beteiligungsgesellschaft Santo - das Unternehmen gehört Thomas und Andreas Strüngmann - finanzielle Unterstützung zukommen.

Mit seinen verschiedenen Labels - das bekannteste ist Strenesse Gabriele Strehle - erreichte das Designerhaus in der Spitze einen Umsatz von 102 Millionen Euro (2001/2002). Im vergangenen Geschäftsjahr betrugen die Erlöse nur noch 81 Millionen Euro, der Verlust lag bei 2,1 Millionen Euro. Die Zahl der Beschäftigten schrumpfte von 524 auf 423 Mitarbeiter.

Strenesse stattet auch die deutsche Fußball-Nationalmannschaft mit Anzügen aus. Bei der in zwei Wochen beginnenden WM präsentieren sich die Spieler außerhalb des Spielfeldes in Bekleidung dieser Firma. Herrenmode bietet das 1949 gegründete Unternehmen seit 2002 an.

Mit Reuters