Stromanbieter: Aufstand gegen die "Preistreiber" - DER SPIEGEL
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Stromanbieter Aufstand gegen die "Preistreiber"

Mehrere kleine Stromanbieter ziehen vor das Kartellamt. Sie werfen den etablierten Konzernen einen "massiven Missbrauch der Monopolsituation" vor.
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Düsseldorf - In einer gemeinsamen Beschwerde beim Bundeskartellamt beschuldigen die Newcomer Riva Energie, ares Energie und DSA Deutsche Strom AG die großen Stromkonzerne, mit überhöhten Netznutzungsentgelten gezielt den Wettbewerb zu verhindern. Der "massive Missbrauch der Monopolsituation durch die Netzbetreiber" sei nicht mehr hinnehmbar, sagte Riva-Energie-Chef Carsten Knauer am Dienstag in Düsseldorf.

Knauer legte eine Studie vor, nach der die Netznutzungsentgelte der etablierten Stromkonzerne und Stadtwerke mindestens 30 Prozent überhöht sein sollen. "Dies macht es Unternehmen wie Riva Energie derzeit unmöglich, ihren Kunden einen am Markt konkurrenzfähigen Strompreis anzubieten, ohne dabei Verluste zu machen", klagte Kauer, der auch Mitglied des Vorstandes des Freien Energiedienstleister Verbandes ist. Der "Monopolgewinn" der Netzbetreiber sei mit rund vier Pfennig pro Kilowattstunde praktisch genauso hoch wie der Einkaufspreis des Stroms.

Gleichzeitig könnten die Netzbetreiber mit ihren Gewinnen aus den Nutzungsentgelten andere Bereiche quersubventionieren. "Die Preistreiber auf dem deutschen Strommarkt müssen endlich in ihre Schranken gewiesen werden", verlangte Knauer. Dem Bundeswirtschaftsministerium warf der Strommanager vor, sich dem Konflikt durch "politisch motivierte Untätigkeit" zu entziehen. "Wir setzen jetzt auf das Kartellamt", sagte Knauer.