Stromausfall EU gibt E.on die Schuld
Das Abschalten einer Hochspannungsleitung in Norddeutschland hatte zum Zusammenbruch der Stromversorgung in großen Teilen Deutschlands, Frankreichs und Belgiens sowie in einigen Gebieten der Niederlande, Italiens und Spaniens geführt. Millionen Menschen waren ohne Strom. EU-Energiekommissar Andris Piebalgs sagte, nun müssten die Lehren aus dem Störfall gezogen werden.
Der Bericht kritisiert zudem, dass andere europäische Netzbetreiber nicht darüber informiert worden seien, was E.on bei dem Stromausfall unternommen habe. Schließlich sei zu wenig in die Netze investiert worden.
Die EU-Kommission sah sich durch den Bericht in ihren Vorschlägen zur Versorgungssicherheit bestätigt. Sie pochte erneut auf eine Entflechtung der Netzbetreiber, was in Deutschland zur umstrittenen Zerschlagung der großen Energiekonzerne wie E.on führen würde. Die EU müsse zudem schnell gemeinsame Standards für die Netzsicherheit beschließen.
Und die Zusammenarbeit zwischen den Netzbetreibern müsse verbessert werden, um sofort reagieren zu können. Schließlich solle in die Versorgungssicherheit investiert werden.
tim/Reuters