Strombörse: Beim Start gingen die Lichter aus - DER SPIEGEL
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Strombörse Beim Start gingen die Lichter aus

Mit Hochspannung war der Start der ersten deutschen Strombörse erwartet worden. Doch der Auftakthandel fiel flach, weil die Computer nicht richtig funktionierten.
Dieser Beitrag stammt aus dem SPIEGEL-Archiv. Warum ist das wichtig?

Leipzig - Wegen einer Computerpanne fiel der erste Handelstag der Leipziger Strombörse (LPX) ins Wasser. Nachdem die Gebote pünktlich eingetroffen waren, streikten die Computer.

"So gerieten wir bei der Berechnung der Preise in Verzug, und es fand am ersten Tag der Börse quasi kein Handel statt", sagte der Geschäftsführer Kjetil Knutsson. Normalerweise hätten die Preise um 13.00 Uhr feststehen müssen. Doch das gelang nicht und so musste die LPX ihre 14 Teilnehmer auffordern, die Preise wieder auf dem herkömmlichen Weg auszuhandeln.

Die Funktionsweise der LPX ist eigentlich sehr einfach: Die Teilnehmer geben bis 12 Uhr an, wie viel Strom sie zu welchem Preis kaufen und verkaufen wollen und schicken diese Gebote per Internet an die LPX. Binnen einer Stunde werden dann in Leipzig Preise und Volumina ausgerechnet und an die Teilnehmer zurückgeschickt.

Knutson zeigte sich optimistisch, dass ab Donnerstag bei LPX Strom gehandelt werden könne. Bis zum Abend wollte LPX die Systeme prüfen und dann die Teilnehmer informieren. Diese hätten Verständnis dafür gezeigt, das am ersten Tag Pannen passieren könnten.

Ziel der LPX ist es, mittelfristig rund ein Fünftel des gesamten deutschen Strombedarfes zu handeln und die Strombörse langfristig in eine umfassendere Energiebörse zu überführen.

LPX startet mit 25 Mitarbeitern. In drei Jahren soll die Gewinnzone erreicht werden. Das Eigenkapital beläuft sich gegenwärtig auf rund acht Millionen Euro.