Stromkosten: Klimaschutz lässt Preise klettern - DER SPIEGEL
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Stromkosten Klimaschutz lässt Preise klettern

Neue EU-Forderungen zum Klimaschutz steigern den Strompreis einem Zeitungsbericht zufolge um etwa zehn Prozent. Dies geht aus einem Vermerk des Bundeswirtschaftsministeriums hervor.
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München - Ein durchschnittlicher Drei-Personen-Haushalt müsste innerhalb von fünf Jahren 350 Euro mehr an seinen Energieversorger zahlen als heute, berichtet die "Süddeutsche Zeitung" (SZ). Die EU-Kommission verlangt, dass die Bundesregierung deutschen Firmen von 2008 bis 2012 deutlich weniger Verschmutzungsrechte zubilligt als bisher geplant.

Das Wirtschaftsministerium schätzt dem Blatt zufolge, dass die Energiekonzerne den Strompreis wegen der EU-Vorgaben um zehn Milliarden Euro pro Jahr mehr erhöhen werden, als dies nach dem Emissionsplan der Bundesregierung notwendig wäre. Dies entspreche zwei Cent pro Kilowattstunde, aktuell beträgt der Preis knapp 20 Cent pro Kilowattstunde.

Die Bundesregierung wehre sich gegen die Brüsseler Vorgabe, dringe aber auch auf höchster Ebene nicht durch, schreibt die SZ. Kommissionschef José Manuel Barroso habe kürzlich in einem Telefonat mit Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) Änderungen abgelehnt.

In der Bundesregierung gebe es derweil Streit über das weitere Vorgehen. Die Fachleute von Wirtschaftsminister Michael Glos (CSU) seien verärgert, weil Umweltminister Sigmar Gabriel (SPD) Brüssel vorzeitig entgegengekommen sei. Gabriel habe angeboten, die Kohlendioxidemissionen von 482 auf 465 Millionen Tonnen zu reduzieren. Dies sei Ende November abgelehnt worden. Dafür würden Kürzungen auf 453 Millionen Tonnen gefordert.

tim/ddp