ENERGIE Stromkosten steigen
Trotz Wirtschaftskrise müssen deutsche Stromverbraucher Kostensteigerungen von bis zu 45 Euro pro Jahr verkraften. Dies geht aus Berechnungen der Branche und des unabhängigen Ökostromanbieters Lichtblick aus Hamburg hervor, die dem SPIEGEL vorliegen. Danach haben die großen Energieversorger und Stadtwerke in den vergangenen Monaten ihre Nutzungsgebühren für Stromverteilnetze zum Teil drastisch erhöhen können. So genehmigten die Behörden den Unternehmen - je nach Region - zwischen 3 und knapp 24 Prozent mehr für die Nutzung ihrer Stromleitungen. Pro Haushalt und Jahr ergibt das Mehrkosten zwischen 3 und knapp 45 Euro. Diese Summe wird nach internen Berechnungen etwa im Versorgungsgebiet der E.on Edis in Mecklenburg-Vorpommern fällig. Mit den kräftigen Erhöhungen der Mietleitungspreise, so klagen Wettbewerber der Ex-Monopolisten bereits, seien die Regulierungserfolge der vergangenen Jahre inzwischen vollkommen aufgebraucht.