Stromversorgung: Netzagentur-Chef fürchtet Engpässe - DER SPIEGEL
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Stromversorgung Netzagentur-Chef fürchtet Engpässe

Kurz vor dem Energiegipfel in der nächsten Woche warnt der Präsident der Bundesnetzagentur vor zu knapper Stromversorgung. Grund sind fehlende Kraftwerksbauten - die Stromwirtschaft hält ihre Zusagen nicht ein.
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Hamburg - Weder der Bau konventioneller Kraftwerke noch der Ausbau der Netze kämen im notwendigen Umfang voran, zitierte die "Financial Times Deutschland" aus einem Schreiben Matthias Kurths. "Dies könnte die Versorgungssicherheit in Deutschland und Europa erheblich tangieren", wurde der Netzagentur-Chef weiter zitiert.

Nach Einschätzung der Bundesnetzagentur würden die Zusagen der Stromwirtschaft für erhebliche Investitionen in neue Kraftwerke nicht eingehalten, hieß es in dem Bericht weiter. So habe der Verband VDEW für die Zeit von 2007 bis 2012 Kraftwerksprojekte mit einem Volumen von rund 30.000 Megawatt gemeldet.

Konkrete Baubeschlüsse lägen nach Auskunft der Unternehmen allerdings erst für 10.000 Megawatt vor. Deshalb sei heute schon absehbar, "dass die von der Elektrizitätswirtschaft bis 2012 konkret in Aussicht gestellten 20.000 Megawatt erheblich verfehlt werden", wurde Kurth weiter zitiert. Anlass zur Besorgnis gäben auch die Verzögerungen beim Bau neuer Stromleitungen.

sam/AP