Studie: Airbus rechnet mit verdoppeltem Flugzeugbedarf - DER SPIEGEL
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Studie Airbus rechnet mit verdoppeltem Flugzeugbedarf

Bei allen Problemen mit dem Riesenairbus A380 und dem A350 blickt der europäische Flugzeugbauer optimistisch in die Zukunft. Airbus erwartet in den kommenden Jahren ein enormes Wachstum im Luftverkehr.
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London - Die EADS  -Tochter Airbus erwartet in den kommenden Jahren hohe Wachstumsraten im internationalen Luftverkehr. Bis ins Jahr 2025 würden weltweit vermutlich mehr als 22.600 neue große Fracht- und Passagierflugzeuge gebraucht, heißt es in einer Studie, die der Flugzeugbauer heute in London veröffentlichte. Dies entspreche einem Gesamtwert von rund zwei Billionen Euro. Bisher hatte Airbus für die Zeit bis 2025 einen um 5400 Maschinen niedrigeren Bedarf prognostiziert.

Die größten Wachstumsmärkte sieht Airbus in Asien und im Nahen Osten. An deutsche Fluggesellschaften würden bis 2025 vermutlich 104 Maschinen ausgeliefert. Bei den Passagierkilometern der Fluggesellschaften erwartet Airbus ein durchschnittliches Wachstum von 4,8 Prozent pro Jahr. Den größten Bedarf sieht die Studie aber nach wie vor in den USA, wo mehr als 6600 Maschinen benötigt werden.

"In den nächsten 20 Jahren wird sich die Zahl der Passagierflugzeuge mehr als verdoppeln", sagte Airbus-Manager John Leahy heute. Derzeit sind nach Airbus-Angaben im internationalen Luftverkehr rund 12.600 große Maschinen mit mehr als 100 Sitzplätzen unterwegs. Im Jahr 2025 werden nach der Airbus-Prognose insgesamt rund 27.300 Maschinen fliegen. Darunter werden noch rund 4.700 Flugzeuge sein, die bereits heute in Betrieb sind. Die höchsten Wachstumsraten erwartet Airbus in China und Indien.

Zur Airbus-Krise durch die Lieferverzögerungen beim Großraumflugzeug Airbus A380 und dem vor der Entscheidung stehenden Langstrecken-Flugzeugprojekt A350 wollte sich Leahy nicht im Detail äußern. Der Airbus-Manager zeigte sich aber überzeugt, dass auf die Abbestellung von zehn Flugzeugen der A380-Frachterversion durch den US-Logistikkonzern Fedex keine weiteren Abbestellungen folgen werden. Für das Langstreckenflugzeug A350 mit 250 bis 300 Sitzplätzen gebe es bis 2025 einen Bedarf von 5300 Einheiten, sagte Leahy.

Insgesamt hat Airbus nach eigenen Angaben in diesem Jahr insgesamt 619 feste Bestellungen neu in den Auftragsbüchern. Der US-Konkurrent Boeing   kommt auf 829 Bestellungen und liegt damit erstmals seit langem wieder vorn.

kaz/dpa-AFX/dpa/AFP