Studie: Berliner Bürokraten machen dem Mittelstand zu schaffen - DER SPIEGEL
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Studie Berliner Bürokraten machen dem Mittelstand zu schaffen

Was wirtschaftliche Anziehungskraft betrifft, rangiert Berlin schon lange unter ferner liefen. Ein Studie zeigt jetzt auf, woran das liegen könnte: Behörden und Verbände der Bundeshauptstadt zeigen sich gegenüber Mittelständlern so abweisend wie in keiner anderen Metropole.
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Berlin - Unter 25 Großstädten kam Berlin auf den letzten Platz, wie die am Montag vorgestellte Studie im Auftrag der Bertelsmann Stiftung, des Unternehmermagazins "impulse" und des Energiekonzerns RWE belegt. Bewertet wurde die Arbeit von Stadtverwaltung, Wirtschaftsförderung, Kammern, Arbeitsagenturen und Banken. Auf Platz eins als Deutschlands unternehmerfreundlichste Stadt kam die Olympia-Bewerberin Leipzig vor Bremen und Karlsruhe.

Insgesamt erhielt die Hauptstadt in der Umfrage die Schulnote 3,19. Vor allem die Arbeit der Stadtverwaltung und das Verhalten der Banken schnitten außerordentlich schlecht ab. Leipzig kam dagegen auf eine Durchschnittsnote von 2,73.

Nur wenig besser als Berlin schnitten Köln (3,15) sowie Frankfurt am Main und München (je 3,09) ab. Dies lege die Vermutung nahe, dass sich etablierte Wirtschaftszentren stärker auf Großunternehmen konzentrierten, erläuterten die Forscher. Der Service für Mittelständler lasse indes eher zu wünschen übrig. Im Falle Berlins wirkt sich dies allerdings besonders negativ aus, denn im Gegensatz zu den genannten Großstädten verfügt die Hauptstadt nur über wenige ortsansässige Großkonzerne.

Für die Studie befragte das Institut für Demoskopie Allensbach den Angaben zufolge je Region mindestens 100 mittelständische Firmen bis 500 Beschäftigte. Insgesamt wurden 2556 Interviews ausgewertet.