Studie: Kriminelle Mitarbeiter kosten Milliarden - DER SPIEGEL
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Studie Kriminelle Mitarbeiter kosten Milliarden

Fast drei Viertel der deutschen Großunternehmen klagen einer Studie zufolge über Wirtschaftskriminalität. Den größten Schaden richten eigene Angestellte und Manager an.
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Frankfurt am Main - Nach Erkenntnissen der Wirtschaftsprüfer von PricewaterhouseCoopers (PwC) ist nicht Korruption, Geldwäsche oder Erpressung das größte Problem, sondern diebische Mitarbeiter. 63 Prozent der betroffenen Firmen seien von eigenen Angestellten betrogen worden, ein Viertel der Betrugsfälle gehe auf das Konto von Managern, so die Experten.

Nach PwC-Schätzungen entstand durch Wirtschaftskriminalität in den vergangenen zwei Jahren ein Schaden von rund sieben Milliarden Mark. Ein Großunternehmen mit mehr als 5000 Beschäftigten verlor demnach durch kriminelle Machenschaften im Schnitt knapp 30 Millionen Mark.

Für die Studie wurden 3400 Unternehmen, Organisationen und Verwaltungen in 15 europäischen Ländern nach Betrugsfällen in den vergangenen zwei Jahren befragt. Danach gaben 73,2 Prozent der Großunternehmen in Deutschland an, dass sie Opfer von Wirtschaftsdelikten geworden seien. Im europäischen Durchschnitt waren es nur 43 Prozent. Dies liegt den Experten zufolge aber vor allem daran, dass es in anderen Ländern eine niedrigere Aufklärungsquote gäbe.

Nach Erkenntnissen der Wirtschaftsprüfer sind Finanzdienstleister überdurchschnittlich von kriminellen Aktionen betroffen. Da mehr als die Hälfte der Fälle nur zufällig entdeckt wurde, halten die Macher der Studie die Sicherheitsvorkehrungen in den Unternehmen für ungenügend. Sie weisen außerdem auf eine hohe Dunkelziffer hin: Fast ein Drittel der befragten Unternehmen habe angegeben, Betrüger grundsätzlich nicht anzuzeigen.