Studie: Öffentliche Hand kauft zu teuer ein - DER SPIEGEL
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Studie Öffentliche Hand kauft zu teuer ein

Die Öffentliche Hand in Deutschland könnte einer Studie zufolge einen größeren zweistelligen Milliarden-Mark-Betrag im Einkauf einsparen. Schwachstelle sei vor allem die fehlende Flexibilität der Behörden.
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Berlin - Mit seiner bisherigen Einkaufspraxis vergeudet der Bund Steuergelder. Dies ergab eine Studie des Bundesverbandes Materialwirtschaft, Einkauf- und Logistik in Zusammenarbeit mit der Management- und Technologie-Beratung Booz Allen & Hamilton.

1998 habe der Staat im Gesamtwert von rund 493 Milliarden Mark Sachgüter und Dienstleitungen geordert, schrieben die Autoren der Analyse. Dies entspreche etwa 13 Prozent des Bruttoinlandsproduktes. Diese Summe könnte den Experten zufolge deutlich niedriger sein, wenn Gesetzgeber und Regulierer die Vergabeordnung so gestalteten, dass öffentliche Auftraggeber eine höhere Flexibilität erhielten. Dieses beinhalte auch, dass die Öffentliche Hand die bisherigen Beschaffungsprozesse und -strukturen hinterfragen und neuen Konzepten aufgeschlossen gegenübertreten solle.

Bislang gingen hohe Summen unter anderem durch unzureichende Pflege der Anbieter-Daten verloren. Auch komme es im Einkauf nur selten zu einer Kooperation mehrerer Abteilungen, heißt es in der Analyse, die am Dienstag vorgestellt wurde. Moderne Informations- und Kommunikationstechnologien würden nur zögerlich eingesetzt.