Studie: Preiskampf auf dem PC-Markt wird schärfer - DER SPIEGEL
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Studie Preiskampf auf dem PC-Markt wird schärfer

Nach einer Studie des US-Marktforschungsinstituts Gartner Dataquest stehen den Herstellern von Personal Computern harte Zeiten bevor. Sie müssen sich auf einen erbitterten Preiskrieg einstellen.
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San Jose - Wichtigste Ursache ist nach Einschätzung der kalifornischen Marktforscher die deutliche Abkühlung der Weltwirtschaft und die geringere Investitionsneigung der Unternehmen. Die PC-Anbieter versuchten deshalb, durch die Senkung der Gewinnmargen ihre Marktanteile zu sichern oder zu erhöhen.

Vor allem Direktanbieter wie Dell und Gateway wollten den Branchengrößen Compaq, Hewlett-Packard und IBM Marktanteile abnehmen, sagte Martin Reynolds, Dataquest-Vize-Präsident und Forschungspartner für Gartner. Der einzige Weg für die Direktanbieter, ihre Position auf dem PC-Markt auszubauen, sei aber die Preise deutlich zu senken. Dies werde wiederum auch die Konkurrenten unter Preisdruck setzen.

Der Preisverfall werde gleichzeitig dazu führen, dass in anderen Teilen der Welt mehr PC gekauft würden, fügte Reynolds hinzu. Deshalb würden die weltweit tätigen PC-Hersteller ihr Engagement auf diese Märkte ausdehnen, um Gewinne und Marktanteile zu sichern. Die rein auf den US-Markt beschränkten PC-Anbieter hätten diese Möglichkeit nicht. Sie seien deshalb von der sich abschwächenden Wirtschaftsentwicklung in den USA stärker betroffen.

Insgesamt rechnet Dataquest für 2001 mit einem weltweiten PC-Absatz von 144,5 Millionen Einheiten - ein Plus von 10,7 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Sollte sich der derzeitig beobachtete Abschwächungstrend allerdings weiter fortsetzen und die US-Wirtschaft in eine Rezession fallen, könnte das Wachstum unter die Zehn-Prozent-Marke sinken. Die Marktforscher gehen zudem nicht davon aus, dass es bis zum Jahr 2002 zu einer deutlichen Verbesserung des PC-Marktes kommt. Der US-Markt für Personal Computer sei nahezu gesättigt - auch in Kanada und West-Europa sei das Potenzial bald ausgeschöpft.