Studie: Supermärkten droht Verlust von Millionen Kunden - DER SPIEGEL
Zum Inhalt springen

Studie Supermärkten droht Verlust von Millionen Kunden

Längere Öffnungszeiten und vorgefertigte Menüs: Den deutschen Supermärkten droht einer Studie zufolge angesichts neuer Verbraucherwünsche ein dramatischer Kundenverlust.
Dieser Beitrag stammt aus dem SPIEGEL-Archiv. Warum ist das wichtig?

Hamburg - Für die deutschen Verbraucher würden längere Öffnungszeiten und vorgefertigte Menüs, sogenannte Convenience-Produkte, immer wichtiger, berichtet die "Welt am Sonntag" unter Berufung auf die Untersuchung der Managementberatung A.T Kearney. Bis zu acht Millionen Kunden oder 18 Milliarden Euro Umsatz würden Supermärkte und SB-Warenhäuser deshalb verlieren, sollten sie nicht gegensteuern. Dies werde in den nächsten fünf bis zehn Jahren geschehen, spätestens aber bis zum Jahr 2020.

Die Studie geht von einer Gesamtkundenzahl von 63 Millionen aus. Gewinner würden der Studie zufolge neue, größere Nachbarschaftsläden, die den bisherigen Märkten rund 3,5 Millionen Kunden abjagen könnten. An die Onlinedienste für Lebensmittel könnten die Supermärkte weitere drei Millionen sowie an hoch technisierte Luxus-Geschäfte etwa 1,5 Millionen Kunden verlieren.

Die Supermärkte in Großbritannien hätten sich schon weit besser auf die neuen Kundenwünsche eingestellt, sagte der Autor der Studie, Mirko Waschun, dem Blatt. Die Tragweite der anstehenden Veränderungen seien mit der Ausbreitung der Discounter in den vergangenen Jahren zu vergleichen, fügte er hinzu.

als/AFP