Studie: Top-Manager unterschätzen Bedrohung aus Schwellenländern - DER SPIEGEL
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Studie Top-Manager unterschätzen Bedrohung aus Schwellenländern

China, Indien und Mexiko - Konkurrenzfirmen aus Schwellenländern bedrohen zunehmend westliche Top-Konzerne. Diese unterschätzen jedoch die Gefahr dramatisch, warnen Experten.
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New York - "Viele Manager der westlichen Marktführer können heute nicht einmal die Namen ihrer neuen Rivalen aussprechen", warnt Unternehmensberater Bernd Walter von der Boston Consulting Group (BCG). Die zahlreichen Herausforderer strotzten vor Wirtschaftskraft und veränderten den Wettbewerb in vielen Branchen.

In einer neuen Studie listet BCG 100 Aufsteiger aus Asien, Mittel- und Lateinamerika sowie aus Osteuropa auf, die den heutigen Marktführern mächtig das Wasser abgraben könnten. Der größte Teil der neuen Bedrohung komme aus China (41) und Indien (20), weitere aus Brasilien (13) und Mexiko (7). In der Rangliste finden sich nicht nur unbekannte Namen - unter ihnen ist auch der indische Autoriese Tata Motors, der gerade die Ford-Marken Jaguar und Land Rover kaufen will. Ebenso dazu zählt der chinesische Computerhersteller Lenovo, der die PC-Sparte des US-Schwergewichts IBM übernahm.

Die Finanzkraft der Herausforderer ist schon jetzt immens: Insgesamt erzielen sie laut Liste schon einen Umsatz von 1,2 Billionen US-Dollar (818 Milliarden Euro). Bis 2010 würden sie ihre Erlöse auf 3,3 Billionen US-Dollar steigern, heißt es in der am Montag in New York und München veröffentlichte BCG-Studie.

Den Konzernen der westlichen Industrienationen rät Walter, sich intensiv mit den neuen Wettbewerbern zu beschäftigen. "Wer tatenlos abwartet, wird sich bald heftiger Konkurrenz oder gar feindlicher Übernahmen erwehren müssen." Allein im Jahr 2006 kauften die "Angreifer" 72 Unternehmen.

reh/dpa