Studien: Autoabsatz bricht ein - DER SPIEGEL
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Studien Autoabsatz bricht ein

Die Aussichten auf dem weltweiten Automarkt sind trüber als zunächst angenommen. Auch der deutsche Markt ist betroffen.
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Frankfurt am Main - Das britische Beratungsunternehmen Autopolis geht davon aus, dass der weltweite Fahrzeugmarkt dieses Jahr um 7,9 Prozent schrumpfen wird. 2002 sei ein weiterer Rückgang um 3,8 Prozent zu erwarten. Das betrifft Pkws und Nutzfahrzeuge. Als Ursache nennt Autopolis die Unsicherheit über die Konjunktur in Japan, USA und Europa. Die Krise treffe die meisten Autohersteller unvorbereitet, sagte Autopolis-Volkswirt Graeme Maxton. Überkapazitäten von bis zu 25 Prozent drückten auf die Gewinnmargen. Die Konzerne müssten deshalb sofort mit Kürzungen beginnen. "Falls die Alarmglocken in Wolfsburg, Detroit und Nagoya noch nicht schrillen, sollten sie es sicherlich jetzt tun", sagte Maxton.

Auch der deutsche Markt ist von dem Abschwung betroffen. Das deutsche Marktforschungsinstitut Marketing Systems senkte seine Absatz-Prognose für dieses Jahr von 3,7 Millionen Neuzulassungen in Deutschland auf 3,44 Millionen. Im Vergleich zum Vorjahr sei das zwar noch ein kleiner Zuwachs von 1,8 Prozent. Aber auf dem europäischen Markt insgesamt stagniere die Nachfrage, sagte Ulrich Winzen von Marketing Systems. Immerhin sei der Absatz damit immer noch auf dem zweithöchstem Niveau der Geschichte.

Winzen begründete den schlechteren Ausblick mit der Landwirtschaftskrise, der Schließung von Bundeswehrstandorten und den höheren Fahrzeugkosten durch Steuern und Versicherungen. Der Weltmarkt hänge stark von der Entwicklung in Japan und den USA ab. Während Winzen im Fall Japan eine "negative Überraschung" nicht ausschließen wollte, zeigte er sich überzeugt, dass die Amerikaner eine Rezession vermeiden können.

Im übrigen stehe die deutsche Auto-Industrie aber besser da als der Branchendurchschnitt, beruhigte Winzen. Die zuletzt von VW, Mercedes und BMW erzielten Gewinne von Marktanteilen im Ausland "waren sicher keine Eintagsfliegen".