Sturmfolgen Schaden auf 100 Milliarden Dollar geschätzt
Washington/New York - Die US-Risikomanagement-Gesellschaft RMS schätzte den Schaden auf 100 Milliarden Dollar. Mindestens die Hälfte dieser Kosten geht auf die Überschwemmungen zurück. Damit hat RMS seine Prognose drastisch erhöht. Am Montag hatte die Gesellschaft noch einen möglichen Schaden von 25 Milliarden Dollar angegeben. Die höchsten Schätzungen in den ersten Tagen, nachdem "Katrina" die amerikanische Südküste getroffen hatte, lagen noch bei 30 Milliarden Dollar.
Bereits gestern hatten neue Prognosen diese Marke übersprungen. Nach einem Bericht der Rating-Agentur Standard & Poor's (S&P) könnte der Gesamtschaden bei 50 Milliarden Dollar liegen. In dieser Berechnung ist auch die weit verbreitete Beschädigung der Infrastruktur enthalten. Der Agentur zufolge könnte diese Summe jedoch noch steigen, wenn auch Schäden an nicht versicherten Objekten wie Brücken und Straßen berücksichtigt werden.
Laut S&P wird das Bruttoinlandsprodukt der USA im dritten Quartal dieses Jahres infolge des Hurrikans vermutlich um 0,5 Prozent zurückgehen. Im zweiten Quartal war es noch um 3,3 Prozent gestiegen.
Nach Einschätzung der Uno hat "Katrina" eine der schlimmsten Naturkatastrophen der Geschichte verursacht, deren Auswirkungen sogar den Tsunami vom vergangenen Dezember bei weitem übertreffen. "Gemessen an den zerstörten Häusern und den betroffenen Menschen ist dies eine der zerstörerischsten Naturkatastrophen, die je gemessen wurden", hatte Uno-Hilfskoordinator Jan Egeland Mitte der Woche erklärt.