Subventionspoker: EADS droht mit Ende von Ariane 5 - DER SPIEGEL
Zum Inhalt springen

Subventionspoker EADS droht mit Ende von Ariane 5

Der Raumfahrt- und Rüstungskonzern EADS will mehr staatliche Fördergelder für die Ariane 5. Andernfalls droht er, die leistungsstarke Trägerrakete nicht mehr weiterzuentwickeln.
Dieser Beitrag stammt aus dem SPIEGEL-Archiv. Warum ist das wichtig?

Berlin - Wenn EADS keine zusätzlichen Hilfen für die Ariane-5-Rakete bekomme, müsse die Entwicklung der Rakete gestoppt werden. Dann sei das Gesamtprojekt gefährdet, sagte der hochrangige EADS-Manager Evert Dudok der "Financial Times Deutschland" zufolge. Er forderte für die Jahre 2006 bis 2009 jährlich 200 Millionen Euro zusätzliche Ariane-Hilfen. Auf Deutschland würde dem Bericht zufolge ein Anteil von 50 Millionen Euro entfallen.

Die Europäische Weltraumagentur (Esa) hatte schon vor zwei Jahren ein Ariane-Stützungsprogramm bis 2009 bewilligt. Sie Summe damals: knapp eine Milliarde Euro.

Zuletzt war eine Ariane 5 Mitte des Monats vom Raumfahrtzentrum Kourou in Französisch-Guyana gestartet, sie hatte zwei Satelliten ausgesetzt. Der Start war zuvor wegen technischer Probleme zwei Mal verschoben worden.

"Wir machen damit keinen Gewinn", sagte Dudok zu den bisher vollzogenen Starts. Für die EADS sei die langfristige Fortführung eines Verlustgeschäfts nicht akzeptabel.