Super-Airbus Ringen um den letzten Schliff
Hamburg - Zur Frage, von wo der erste fertige Airbus A3XX starten wird, sagte Hertrich: "Diese Frage ist noch offen; aus Dasa-Sicht würden wir den A3XX aber eher in Hamburg als in Toulouse ausliefern wollen", sagte Hertrich der "Zeit".
Die Fähigkeiten der Standorte müssten optimal genutzt und miteinander verknüpft werden. Die effizienteste Lösung sei es, die Montage in Toulouse und die Innenausstattung in Hamburg vorzunehmen.
Hertrich machte darauf aufmerksam, dass die Auslieferung nur 0,5 Prozent der Wertschöpfung beim Bau des A3XX ausmacht. "Das ist nicht viel, aber entscheidend, weil die Auslieferung als Symbol den nationalen Stolz berührt." Die Auseinandersetzung über diese Frage sei eine Altlast, die belege, dass Airbus in ein echtes Unternehmen umgewandelt werden müsse. "In Zukunft werden wir über eine Standortentscheidung so nicht mehr diskutieren", sagte der Dasa-Chef.
Die Entscheidung über den Bau des A3XX werde bis Ende des Jahres fallen. "Für den A3XX gibt es einen Markt", betonte Hertrich. Das Flugzeug werde so attraktiv sein, dass es die Hälfte des Marktes für Großraum-Maschinen erobern könne.