Super-Airbus Seltsamer Kompromiss
Paris - Der offizielle Start für den Bau des Großraumflugzeugs Airbus A3XX steht offenbar unmittelbar bevor: Wie die französische Zeitung "Les Echos" am Donnerstag berichtete, einigten sich die Partner des europäischen Konsortiums darauf, mit dem Verkauf des Superflugzeugs zu beginnen. Einig geworden seien sie sich auch über eine integrierte Unternehmensstruktur von Airbus. Beide Entscheidungen sollten am Freitag in Paris bekannt gegeben werden - an diesem Tag beginnt die Zeichnungsfrist für Aktien des neuen Luft- und Raumfahrtkonzerns EADS, des mit Abstand größten Airbus-Partners.
Bei der Fertigung des Superfliegers hätten Frankreich und Deutschland einen - wenn auch komplizierten - Kompromiss gefunden, so die Zeitung: Die Maschine werde in Toulouse zusammengebaut und dann nach Hamburg gebracht, wo die Inneneinrichtung vervollständigt und das Flugzeug gestrichen werde. Anschließend kehre es nach Toulouse zurück, um dort abschließende Tests zu absolvieren und später an die Kunden ausgeliefert zu werden.
Der deutsche Chef von EADS, Rainer Hertrich, wollte eigentlich erreichen, dass der A3XX direkt nach seiner Endfertigung von Hamburg ausgeliefert wird. Diese kostengünstigere Lösung scheiterte aber am Widerstand des französischen EADS-Partners Aerospatiale Matra, die Toulouse als Hauptstadt des europäischen Flugzeugbaus etablieren wollen.