Surfen im Flugzeug: Airlines stoppen Internet-Pläne - DER SPIEGEL
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Surfen im Flugzeug Airlines stoppen Internet-Pläne

Die großen amerikanischen Fluggesellschaften wollten gemeinsam mit Boeing Internetzugänge zum Standard in allen Passagierflugzeugen machen. Jetzt wurde das Projekt auf Eis gelegt, weil den Airlines das Geld fehlt.
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Hamburg - Boeing muss seine Pläne für die Ausstattung von rund 1500 Flugzeugen der großen US-Fluggesellschaften American Airlines, Delta und United Airlines mit einem System für den schnellen Internet-Zugang und TV-Programme verschieben.

Die drei Fluggesellschaften wollten sich ursprünglich direkt als Minderheitsgesellschafter an einer eigenen Boeing-Firma beteiligen, die das System unter dem Markennamen "Connexion" vermarktet und betreibt, schreibt die "Financial Times Deutschland". Connexion sollte im nächsten Jahr im US-Markt eingeführt werden. "Diese Pläne verzögern sich", sagte Connexion-Präsident Scott Carson.

Nach dem Einbruch im US-Luftverkehr im Anschluss an die Anschläge vom 11. September wurde gemeinsam mit den drei Airlines jetzt eine Projekt-Verschiebung vereinbart, hieß es. Die Fluggesellschaften hielten nach wie vor an dem Projekt fest, hätten derzeit aber andere Prioritäten. "Ich könnte mir eine Verschiebung um 24 Monate vorstellen", sagte Carson.

Trotz der Verzögerung bei den großen US-Gesellschaften solle das Boeing-Internet-Projekt mit der Lufthansa   wie geplant umgesetzt werden, betonte Carson. Die deutsche Fluggesellschaft hatte im Juni auf der Pariser Luftfahrtausstellung als erster internationaler Kunde eine Absichtserklärung unterzeichnet. "Lufthansa wird voraussichtlich unser Erstkunde bei Zivilflugzeugen".