Swissair: Das Milliarden-Minus-Erbe - DER SPIEGEL
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Swissair Das Milliarden-Minus-Erbe

Die ehemaligen Manager der zusammengebrochenen SAirGroup, zu der die traditionsreiche Fluggesellschaft Swissair gehört, wollen sich mit simplen Entlassungen nicht zufrieden geben. Sie pochen auf die Erfüllung ihrer Forderungen in Millionenhöhe.
Dieser Beitrag stammt aus dem SPIEGEL-Archiv. Warum ist das wichtig?

Zürich - Wie die Schweizer "SonntagsZeitung" unter Berufung auf das Gläubigerverzeichnis berichtet, verlangen die Manager insgesamt über 14,94 Millionen Euro. Der größte Teil entfalle auf Abfindungen und langjährige Verträge mit Laufzeiten zum Teil bis Ende 2005. Sachwalter Karl Wüthrich sagte im "Blick", es sei noch offen, ob die Forderungen dieser Manager auch Vorrang hätten.

Zum Stichtag 5. Oktober 2001 wurden gegen die Gruppe Forderungen in Höhe von umgerechnet 26,1 Milliarden Euro eingereicht. Rund 17,66 Milliarden Euro werden bestritten, 8,15 Milliarden anerkannt. Gedeckt sind rund 1,09 Milliarden Euro. Wüthrich hatte gerade den Gläubigerschutz, die so genannte Nachlassstundung der vier Gesellschaften SAirGroup, SAirLines, Flightlease und Swissair, um je sechs Monate verlängert.

Den Berichten zufolge soll die Deutsche Bank als viertgrößter Gläubiger der Kreditinstitute 147 Millionen Euro fordern, gefolgt von der Dresdner Bank mit 132 Millionen Euro. Nach Informationen der "SonntagsZeitung" soll die Deutsche Bank der Swissair kurz vor dem Niedergang im vergangenen Oktober noch 33,96 Millionen Euro überwiesen haben. Die Zeitung beziffert die Forderungen deutscher Banken auf insgesamt über eine 339,56 Millionen Euro.