Swissair: Drei Viertel der Flüge fallen aus - DER SPIEGEL
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Swissair Drei Viertel der Flüge fallen aus

Die Schweizer Regierung öffnet nun doch das Staatssäckel. Trotzdem wird der Großteil der Swissair-Maschinen am Boden bleiben müssen.
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Kloten - Trotz der Hilfe der Schweizer Bundesregierung von 450 Millionen Franken wird der Flugbetrieb der Swissair auch am Donnerstag massiv beeinträchtigt bleiben. Wie ein Swissair-Sprecher mitteilte, sind für heute rund 50 Flüge geplant. Das entspricht etwa 15 Prozent des normalen Volumens. Am Vorabend war die Swissair noch davon ausgegangen, die Hälfte aller Flüge planmäßig anbieten zu können.

Die Schweizer Regierung hatte gestern überraschend angekündigt, die marode Fluglinie Swissair mit 450 Millionen Franken zu unterstützen. Mit der Unterstützung von umgerechnet rund 593 Millionen Mark soll der Flugbetrieb bis zum 28. Oktober garantiert werden. "Es geht um das Image der Schweiz", erklärte Finanzminister Kaspar Villiger am Mittwochabend in Bern. Und es gehe auch darum, die Chancen der neuen Gesellschaft nicht zu schmälern.

Zwei Drittel des Flugbetriebs der Swissair sollen von der bisherigen Tochtergesellschaft Crossair weitergeführt werden, die von den beiden Großbanken UBS und Credit Suisse Group übernommen wurde. Swissair-Chef Mario Corti sagte, dass ein geordneter Übergang bis zur Betriebsaufnahme der neuen Gesellschaft durch den Bundeskredit gesichert sein sollte.

Auch die Lage bei der Swissair-Tochter Sabena hat sich etwas entspannt. Mit einem Darlehen von umgerechnet rund 250 Mililionen Mark half die belgische Regierung der Fluggesellschaft aus.