Swissair: Täglich droht der Konkurs - DER SPIEGEL
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Swissair Täglich droht der Konkurs

Die Swissair steht offenbar kurz vor dem Aus. Jetzt weiß die Fluglinie nicht mal mehr, ob sie die Oktober-Gehälter ihrer Angestellten bezahlen kann.
Dieser Beitrag stammt aus dem SPIEGEL-Archiv. Warum ist das wichtig?

Zürich - Man manage die Liquidität derzeit von Tag zu Tag, sagte Konzernchef Mario Corti am Freitagabend im Schweizer Fernsehen. Die nächste Belastungsprobe folge am Montag, wenn die Swissair der belgischen Luftfahrtgesellschaft Sabena 200 Millionen Franken überweisen muss. Swissair ist an der Sabena mit knapp 50 Prozent beteiligt.

Corti warnte weiter vor "katastrophalen Folgen" eines Konkurses. Man müsse sich vorstellen, was passiere, wenn ein Flugzeug im Ausland festgehalten würde, bis Barmittel zur Bezahlung des Kerosins angeschafft würden.

Schweizer Medien schlossen am Samstag auch einen Konkurs der Traditionslinie mit knapp 72.000 Mitarbeitern nicht aus. Dem Konzern drohe täglich das Geld auszugehen. So berichtet der Züricher "Tages- Anzeiger" von Rechnungen, die nur noch mit großen Verzögerungen bezahlt würden. Neue Aufträge würden von Lieferanten teils nur noch gegen Barzahlung angenommen. Bei den Mitarbeitern drohe Panik, und viele versuchten, ihr Geld bei der hausinternen Bank der Swissair abzuheben.

Bisher sind angeblich zehn Millionen Franken aus Angst vor einem Konkurs abgehoben worden. Ein Swissair-Sprecher sagte dazu, es sei zwar vermehrt abgehoben worden, die Gelder seien aber gesichert.