Swisscom Mobilfunksparte wird ausgegliedert
Bern - Der weit reichende Konzernumbau wird Swisscom bis Ende 2001 in eine Gruppe eigenständig operierender Gesellschaften verwandeln, teilte das Unternehmen am Freitag mit. An die Stelle eines Vorstandes mit untergeordneten Geschäftsbereichen werden künftig weitgehend autonome Geschäftsleitungen treten. Der Schwerpunkt liege dabei auf dem "Zukunftsmarkt Mobilfunk", sagte Swisscom. Die Firmensparte Mobile Com werde zu einer eigenen Aktiengesellschaft. Ein Stellenabbau sei mit der Umorganisation nicht verbunden, versicherte Swisscom.
Um sich künftig stärker auf den Mobilfunk ausrichten zu können, verkauft Swisscom bestehende Beteiligungen an Festnetzgesellschaften. Darunter ist die Firma tesion aus Baden-Württemberg: Der bisherige 50-Prozent-Anteil an tesion wurde an Miteigentümer Energie Baden-Württemberg (EnBW) abgegeben. Einen Preis nannten weder Swisscom noch EnBW.
Ihre Anteile an der elsässischen Telefonfirma Estel wollen die Schweizer ebenfalls abstoßen; für die österreichische UTA Telekom AG werde ein Börsengang erwogen. Dem Mobilfunkanbieter debitel aus Stuttgart bleibt Swisscom dagegen nach den Angaben als Mehrheitseigner erhalten.