T-Aktie 17-Euro-Marke unterschritten
Düsseldorf - Nach Ansicht des Finanzvorstands der Deutschen Telekom Karl-Gerhard Eick ist nach der VoiceStream-Übernahme nur mit dem Verkauf von rund 80 Millionen Aktien zu rechnen. Der Telekom-Manager geht davon aus, dass ein Großteil der neuen Anteilseigner die angedienten T-Aktien als langfristiges Investment sieht und nicht abstößt. Die Telekom hatte ihre Übernahme zu einem großen Teil mit eigenen Aktien finanziert und sich damit neue Großaktionäre ins Haus geholt.
Analysten rechnen dagegen mit einer Schwemme von 170 Millionen Aktien, die den Preis weiter drücken. Die Frage in den nächsten Tagen wird nun sein, wie beständig die neuen Telekom-Eigner tatsächlich sind. Nach dem ersten Verkauf von 44,4 Millionen Aktien, den die Deutsche Bank für Hutchinson Whampoa eingefädelt hat, grassiert die Angst, weitere Großaktionäre könnten dem Beispiel folgen. Ab 1. September dürfen die ehemaligen Voicestream-Aktionäre 40 Prozent ihrer T-Aktien verkaufen, der Rest ist ab 1. Dezember freigegeben.
Analysten erwarten laut "Handelsblatt", dass in den nächsten Wochen mehr als 170 Millionen Aktien auf den Markt kommen. Anders als Eick rechneten diese mit mehr verkaufswilligen Anteilseignern wie zum Beispiel dem Großinvestor George Soros und dem hoch verschuldeten Telekom-Konkurrenten Sonera. "Andererseits würden sich diese Investoren ins eigene Fleisch schneiden, wenn sie bei dem Preisniveau verkaufen", zitiert die Zeitung dagegen Theo Kitz, Analyst bei Merck, Finck & Co.