T-Aktie Kurs wurde gestützt
Frankfurt am Main - Nach Ansicht von Marktteilnehmern hätte die T-Aktie schon längst zumindest leichte Abschläge hinnehmen müssen. Doch sie zeigte sich unbeeindruckt von mehreren Unternehmensmeldungen. So tat sich nichts am Aktienkurs, als eine Übernahme von Freeserve gemeldet wurde. Das Niveau wurde auch gehalten, als die Telekom die größte Unternehmensanleihe bekannt gab, die je ein Unternehmen platzierte.
An der Börse in Frankfurt wurde nun bekannt, dass die Deutsche Bank hinter der seltsamen Stabilität des Telekom-Kurses steckte. Sie soll zu 63,50 Euro das gesamte Angebot aufgekauft haben, hieß es. Nach Händlerangaben stand die T-Aktie unter massivem Verkaufsdruck, was auch die große Zahl der gehandelten Aktien zeigte.
Für die Kurspflege der Deutschen Bank gibt es vor allem zwei Gründe: Erstens ist das aktuelle Kursniveau eine psychologische Marke: Genau diesen Preis haben Privatanleger für Aktien der dritte Tranche bezahlt, wenn sie den Rabatt von drei Euro in Anspruch nehmen konnten. Die Kursstützung soll offenbar einer Panikreaktion der neuen Aktionäre vorbeugen. Die Deutsche Bank war Konsortialbank bei der letzten Emission.
Zweitens begibt die Telekom eine globale Anleihe. Wieder ist die Deutsche Bank daran als Konsortialbank beteiligt. Mit der Rekordanleihe in Höhe von mehr als 14 Milliarden Dollar will die Telekom offenbar UMTS-Lizenzen für die dritte Mobilfunkgeneration und Firmenkäufe finanzieren. Die Telekom biete die Obligationen in Dollar, Euro, Pfund Sterling und Yen an. Nach Firmenangaben liegen bereits Kaufaufträge für 16 Milliarden Dollar vor.