T-Aktie: Rätselraten über Ausgabepreis - DER SPIEGEL
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T-Aktie Rätselraten über Ausgabepreis

Einen Tag vor Bekanntgabe des Emissionskurses für die neue T-Aktie sind die Spekulationen über die Preisfindung in vollem Gang. Das Papier dürfte gut zweifach überzeichnet sein.
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Frankfurt/Bonn - Als wahrscheinlichste Variante der Preisbildung gilt bei Frankfurter Händlern und Analysten, dass der Ausgabekurs für die neuen T-Aktien aus dem Durchschnitt der Schlusskurse der Zeichnungsphase oder der zurückliegenden fünf Handelstage errechnet wird. Dieses Verfahren sei transparent und erfülle das von der Telekom verfolgte Ziel einer "marktnahen Preisfestsetzung", hieß es.

Zumeist wurde ausgeschlossen, dass die Telekom den Schlusskurs der eigenen Aktien vom Freitag als Maßstab nimmt und die neuen Aktien mit einem geringen Abschlag ausgibt. Nach schlechten Erfahrungen der Telekom mit diesem Stichtagsverfahren bei der Kapitalerhöhung im vergangenen Jahr dürfte dieses Verfahren ausgeschlossen sein. "Die Gefahr der Manipulation ist zu groß", sagte ein Analyst. "Es ist verständlich, dass sich die Telekom zum Preissetzungsverfahren bedeckt hält, um dem Markt keine Hinweise und damit eine Chance zur gezielten Kursbeeinflussung zu geben."

Für die am Montag anstehende Emission wurde eine Preisobergrenze gezogen. Maximal dürfen die neuen T-Aktien laut Börsenprospekt für Privatanleger 75,634 Euro kosten. Der tatsächliche Ausgabepreis wird jedoch trotz hoher Nachfrage nach den T-Aktien deutlich darunter liegen.

Mit der Ausgabe der bis zu 230 Millionen neuen Aktien - sie entsprechen einschließlich der Mehrzuteilungsoption rund acht Prozent des Kapitals - wird die Telekom ein Stück weiter privatisiert. Die Aktien stammen aus dem Besitz der staatlichen Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW), die neben dem Bund Großaktionärin der Telekom ist. Rund 57 Prozent wird der gemeinsame Anteil von Bund und KfW nach der vollständigen Platzierung noch betragen.

Hendrik Sackmann