T-Mobil: Handy-Wachstum wird schwächer - DER SPIEGEL
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T-Mobil Handy-Wachstum wird schwächer

Mit allen Mitteln hat T-Mobil für neue Kunden gesorgt. Jetzt wird eine Verlangsamung des Wachstums erwartet.
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Bonn - Von den Kundenzahlen her war 2000 für T-Mobil ein Rekordjahr. Binnen Jahresfrist hat sich die Zahl der Mobilfunkkunden in Deutschland von rund 23,5 auf 48 Millionen in allen vier konkurrierenden Netzen mehr als verdoppelt. Die Zahl der Kunden im Telekom-Netz T-D1 stieg im vergangenen Jahr um 111 Prozent, von 9,1 Millionen auf rund 19,1 Millionen. Der Abstand zum bislang führenden Wettbewerber D2-Vodafone sei von etwa 400.000 auf gut 100.000 Kunden geschrumpft, sagte T-Mobil-Chef René Obermann.

Für das laufende Jahr rechnet T-Mobil mit einer deutlichen Abschwächung des Wachstums. Die Penetrationsrate, also die Zahl der Handy-Verträge im Verhältnis zur Einwohnerzahl, dürfte von jetzt fast 60 Prozent auf etwa 70 Prozent steigen, was insgesamt rund 60 Millionen Mobilfunkkunden entspräche. T-Mobil hofft darauf, vier bis fünf Millionen Neukunden gewinnen zu können. Wegen des langsameren Wachstums werde es verstärkt auf Kundenpflege und Service ankommen, um den Marktanteil von knapp 40 Prozent mindestens zu halten, erklärte der T-Mobil-Chef.

T-Mobil hat laut Obermann im Jahr 2000 profitabel gearbeitet. In der ersten Jahreshälfte hatte der Handy-Boom an den Gewinnen genagt. Grund dafür seien die erheblichen "Kundengewinnungskosten", in erster Linie Subventionen für billige Endgeräte, gewesen, so Obermann. Seit Dezember ist die Zahl der Prepaid-Kunden mit 52 Prozent höher als die der Vertragskunden. Die Nutzer vorausbezahlter, aufladbarer Handys (Prepaid) können ohne zusätzliche Kosten oder Vertragsbindung den Anbieter wechseln.

Der T-Mobil-Chef wollte noch keine konkreten Zahlen zu Umsatz und Ergebnis nennen. Sie würden am kommenden Dienstag von der Telekom vorgelegt. Das Umsatzwachstum sei jedenfalls weniger stark gewesen als der Zuwachs an Kunden.