T-Mobile: UMTS-Start fällt mangels tauglicher Handys aus - DER SPIEGEL
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T-Mobile UMTS-Start fällt mangels tauglicher Handys aus

Der größte deutsche Mobilfunkbetreiber T-Mobile wird den für Herbst angekündigten Starttermin der neuen Mobilfunkgeneration UTMS nicht einhalten. Mangels kompatibler Handys werden vermutlich auch die drei anderen Netzbetreiber ihre Starttermine ins Jahr 2004 verschieben.
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Berlin - T-Mobile-Chef Rene Obermann sagte am Montag auf der internationalen Funkausstellung in Berlin: "Ich kann keinen konkreten Starttermin für UMTS nennen". Die Markteinführung hänge insbesondere von der Verfügbarkeit und der notwendigen Anzahl der UMTS-Endgeräte ab, die noch nicht gegeben sei. Damit folgt T-Mobile seinem größten Konkurrenten Vodafone, der ebenfalls keinen Zeitpunkt für den kommerziellen UMTS-Start mehr vorgibt. Die kleineren Anbieter E-Plus und O2 wollen im Frühjahr nächsten Jahres erste kommerzielle Dienste, wie Videotelefonie oder schnellere Internet-Nutzung, anbieten.

Der Start der schnelleren Übertragungstechnik UMTS war von den europäischen Mobilfunkanbietern mehrmals verschoben worden, da unerwartet große technische Probleme auftraten. Ursprünglich sollte UMTS in Europa bereits zu Jahresbeginn 2003 starten, nachdem die Lizenzen in den Jahren 2000 und 2001 für rund 100 Milliarden Euro vergeben worden waren. Neben der geringen Zahl von Handys bereitet der Übergang von Verbindungen zwischen der derzeitigen GSM-Technik und dem neuen Standard noch Probleme. Weltmarktführer Vodafone mit seiner deutschen Tochter D2 weigert sich seit dem Frühjahr, einen Starttermin zu nennen. In Europa bietet nur der Hongkonger Mischkonzern Hutchison Whampoa UMTS-Produkte in Großbritannien, Italien und Österreich an. Die Nachfrage ist noch verhalten.

Die beiden kleineren deutschen Mobilfunkanbieter wollen bislang im Frühjahr 2004 mit der UMTS-Vermarktung beginnen. E-Plus plant einen Start zur Technologiemesse Cebit Mitte März, der kleinste Mobilfunkbetreiber O2 peilt das Frühjahr an. Beide haben bereits Milliardenbeträge für die ersteigerten Lizenzen abgeschrieben, da sie mit geringeren Nutzerzahlen als ursprünglich erwartet rechnen. Mit Mobilcom und der Telefonica-Tochter Quam haben sich bereits zwei Unternehmen, die im Jahr 2000 eine der sechs deutschen Lizenzen erhalten haben, aus dem UMTS-Markt verabschiedet.