T-Online-Börsengang: Waffenstillstand mit AOL - DER SPIEGEL
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T-Online-Börsengang Waffenstillstand mit AOL

T-Online und AOL Europe haben sich außergerichtlich geeinigt. Die Telekom-Tochter zieht teilweise ihre Werbung zurück und darf trotzdem Alt-Kunden bei der Aktienzuteilung begünstigen.
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Düsseldorf - "Wir sind zufrieden, dass die Telekom ihre Werbung als rechtswidrig anerkannt hat", sagte AOL-Europe-Sprecher Frank Sarfeld. Die beiden Konkurrenten hätten sich darauf geeinigt, dass T-Online die Werbung für die Bevorzugung der eigenen Kunden und einen umstrittenen Fragebogen einstellt. Im Gegenzug könnten die T-Online-Kunden, die bis zum 23. März Mitglied geworden sind, mit Vorteilen bei der Aktienvergabe rechnen. Das gelte jedoch nicht für neue Kunden seit vergangenem Donnerstag, erklärte Sarfeld. Auf den eigenen Internetseiten kann T-Online weiter werben.

In einer groß angelegten Werbekampagne hatte T-Online für einen Fragebogen auf seinen Internetseiten geworben. Wer die Fragen ausfüllte, sollte mit Vorteilen bei der Aktienvergabe von T-Online belohnt werden. Die Befragung läuft noch bis Monatsende. Nach Ansicht von AOL wurden mit der Aktion neue Kunden geworben. Branchenkreise vermuten, dass die Neuanmeldungen bei AOL deshalb leicht zurückgegangen sind. Mit der Einigung sind AOL und T-Online einer Verhandlung vor dem Landgericht Düsseldorf aus dem Weg gegangen. Das Gericht hatte die Werbeaktion am vergangenen Mittwoch mit einer einstweiligen Verfügung gestoppt.

T-Online und AOL lieferten sich in Zeitungen einen Schlagabtausch. "Warum gönnt Ihnen AOL ihren Vorteil nicht?", fragte T-Online in ganzseitigen Anzeigen seine Kunden. "Wir gönnen jedem T-Online-Kunden seinen Vorteil", konterte AOL wenig später. T-Online ist nach eigenen Angaben mit mehr als fünf Millionen Kunden Deutschlands größter Onlinedienst, AOL folgt mit 1,5 Millionen auf Platz zwei. Im kommenden Monat will T-Online an die Börse gehen. Die Zeichnungsfrist endet am 12. April.