T-Online-Chef: "Wir haben Wachstumsnarben" - DER SPIEGEL
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T-Online-Chef "Wir haben Wachstumsnarben"

Thomas Holtrop, Chef von T-Online, kämpft um das Vertrauen seiner Anleger. Gewinne stellt er aber erst für 2003 in Aussicht.
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Köln - Im Gegensatz zu seinem Konzernchef Ron Sommer gab sich Holtrop auf der Hauptversammlung von T-Online verbindlich. Er bedankte sich bei seinen Anlegern für das Vertrauen. Um dieses zu bestätigen, bemühte sich der T-Online-Chef, Argumente für eine rosige Zukunft zu geben. So verwies er auf das schnelle Wachstum seines Unternehmens. "T-Online ist die am schnellsten wachsende Website im deutschsprachigen Raum", sagte er. Dies machte er auch für die momentan schlechte Gewinnsituation verantwortlich: "Wir haben Wachstumsnarben."

T-Online will in zwei Jahren wieder schwarze Zahlen schreiben. Ziel des Unternehmens sei es, beim Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda) ab 2003 die Gewinnzone zu erreichen, sagte der Vorstandschef . Im ersten Quartal 2001 hatten die Verluste noch bei 66,4 Millionen Euro gelegen. Bis zum Jahresende wird ein negatives Ergebnis von rund 250 Millionen Euro erwartet.

Holtrop betonte zudem die strategische Neuausrichtung von T-Online. "Wir haben einen entscheidenden Paradigmenwechsel vollzogen", sagte er. Wachstum im Zeichen von Profitabilität sei die neue Ausrichtung. "Auf eine kurze Formel gebracht bedeutet das: Weg vom rein quantitativen, hin zum qualitativen Wachstum", erläuterte Holtrop. "Also: Kein Wachstum um jeden Preis, wie das in der Pionierphase zum Aufbau einer führenden Marktstellung notwendig war."