T-Online DSL ist der Schlüssel zum Erfolg
Darmstadt - Auch die Analysten zeigten sich mit den heute in Darmstadt vorgelegten Ergebnissen zufrieden. Die Halbjahreszahlen seien "wie erwartet und besser" ausgefallen, hieß es.
Nach Angaben von T-Online ist der Konzernumsatz im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um zwölf Prozent auf gut 988 Millionen Euro gestiegen. Das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda) habe sich in den ersten beiden Quartalen von 153,6 Millionen auf 248,3 Millionen Euro verbessert. Der operative Gewinn kletterte von 120,4 Millionen auf 202,4 Millionen Euro. Unter dem Strich blieb ein Gewinn von 167,6 Millionen Euro, nachdem T-Online im Vorjahreszeitraum noch einen Verlust von 71,4 Millionen Euro verbucht hatte.
An der Umsatzsteigerung hat die Steigerung der Kundenzahl im DSL-Tarif einen erheblichen Anteil. Ihre Zahl stieg den Angaben des Unternehmens zufolge gegenüber dem Vorjahreszeitraum von 2,2 Millionen auf 2,9 Millionen. Allein in Deutschland wuchs die Zahl der DSL-Kunden von 2,0 Millionen auf 2,6 Millionen.
Im Laufe der ersten sechs Monate konnte T-Online in Deutschland 462.000 DSL-Kunden hinzugewinnen (Vorjahr: 294.000). Der durchschnittliche Umsatz je Kunde stieg für den Gesamtkonzern von 14,40 auf 15,70 Euro.
Im Segment "Übriges Europa", in dem die europäischen Tochtergesellschaften zusammengefasst sind, hat T-Online nach eigenen Angaben mit 3,2 Millionen Euro erstmals seit der Akquisition der Gesellschaften in Frankreich und Spanien ein positives Ebitda auf Quartalsbasis verzeichnet. Damit hätten die ausländischen Gesellschaften das für dieses Jahr erwartete Ziel bereits erreicht.
Vorstandschef Thomas Holtrop deutete eine mögliche Trennung von der französischen Tochter an. "Insgesamt bleibt der französische Markt stark umkämpft, daher müssen wir die strategischen Optionen für Club Internet jetzt im nächsten Schritt überprüfen", sagte er. Details nannte er vorerst nicht. In Spanien öffne sich der Markt stark in Richtung Breitband, daher werde die Gesellschaft dort entsprechende Optionen für ya.com analysieren.
Mit einem Ausblick auf das laufende Geschäftsjahr hielt sich Holtrop vorerst zurück. Analysten rechnen mit einer Anhebung der Ebitda-Prognose. Bislang liegt diese bei 400 bis 450 Millionen Euro.