T-Online Mehr Gewinn durch Breitband
Hamburg - Vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) erwartet das Unternehmen nun einen Jahresgewinn 2003 von 250 Millionen bis 300 Millionen Euro. Das sagte T-Online-Chef Thomas Holtrop am Dienstag in einer Telefonkonferenz zum Halbjahresergebnis. Ursprünglich hatte die Telekom-Tochter mit rund 90 Millionen Euro weniger gerechnet.
T-Online hat im zweiten Quartal 2003 sowohl den Umsatz als auch den Gewinn gegenüber dem ersten Jahresviertel gesteigert. Der Internet-Anbieter erwirtschaftete im Berichtszeitraum ein EBITDA von 80 Millionen Euro nach 76 Millionen Euro im ersten Quartal, wie die Gesellschaft in Weiterstadt mitteilte. Das Ergebnis wurde bereinigt um den Sonderertrag von 24 Millionen Euro durch den Verkauf der t-info GmbH an die Muttergesellschaft im Mai dieses Jahres. Analysten hatten im Durchschnitt lediglich mit einem EBITDA in Höhe von 66,61 Millionen Euro gerechnet.
Umsatz knapp unter Erwartungen
Der Umsatz wuchs im zweiten Quartal auf 449 Millionen Euro nach 445 Millionen Euro im ersten Quartal. Hier verfehlte T-Online die Analystenerwartungen von rund 451 Millionen Euro knapp.
T-Online hatte bisher für das Gesamtjahr ein EBITDA von 180 bis 210 Millionen Euro prognostiziert. Durchschnittliche Analystenschätzungen lagen hingegen bei 259 Millionen Euro. Beim Jahresumsatz rechnen Experten bislang mit 1,9 bis 2,1 Milliarden Euro. T-Online hatte gesagt, mit diesen Schätzungen könne die Gesellschaft leben.
12,6 Millionen Kunden
Die Rohertragsmarge betrug nach den Angaben im zweiten Quartal 57,5 Prozent. Damit übertraf T-Online die Analystenerwartungen von durchschnittlich 54,2 Prozent deutlich. Im ersten Quartal lag diese Bruttoumsatz-Gewinnspanne bei 56 Prozent und wurde unter anderem mit dem hohen Interesse von Internetnutzern an den Kriegsgeschehnissen im Irak begründet. Der bereinigte operative Gewinn wuchs auf 63 Millionen Euro nach 59 Millionen Euro im Vorquartal.
Positiv auf die Margenentwicklung habe sich der "höhere Anteil an Breitbandkunden und die gute Netzauslastung" ausgewirkt, teilte T-Online mit. Die Gesamtkundenzahl zum Ende des ersten Halbjahrs stieg auf 12,67 Millionen. Zum 31. März 2003 hatte die Kundenzahl bei 12,5 Millionen gelegen. Die Zahl der Breitbandkunden stieg von 3,05 auf 3,22 Millionen.