T-Online: Mit Comdirekt-Paket zum Netto-Profit - DER SPIEGEL
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T-Online Mit Comdirekt-Paket zum Netto-Profit

Europas größter Internet-Provider T-Online hat offiziell erstmals auch netto schwarze Zahlen geschrieben. Trotzdem rutscht die Aktie in Frankfurt deutlich nach unten - denn die Quartalsbilanz ist nicht so glänzend, wie sie scheint.
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Frankfurt am Main/Darmstadt - Bis gegen 10.20 Uhr gaben die Aktien um 3,35 Prozent nach, sie fielen auf 10,66 Euro. Der TecDax stand zur selben Zeit nur um 2,25 Prozent im Minus bei 645,48 Zählern. Analysten hatten die Quartalsbilanz, die T-Online am Morgen veröffentlichte, verhalten bewertet.

Zwar hat die Telekom-Tochter dritten Quartal mit 3,0 Millionen Euro erstmals ein positives Nettoergebnis erzielt. Grund dafür sei vor allem eine Zuschreibung in Höhe von 34 Millionen Euro auf die Beteiligung an der Direktbank comdirect. An ihr hält T-Online 21,35 Prozent.

Der Wert dieser Beteiligung war erst im vergangenen Jahr nach unten korrigiert worden. "Auf Grund positiver Entwicklungen bei der comdirect wurde nun festgestellt, dass man zu viel abgeschrieben hatte", sagte ein Analyst. Ohne die Millionen-Aufbuchung wäre T-Online netto wohl mindestens ein Quartal länger in der Verlustzone geblieben.

Dass die Kundenzahl gestiegen ist, vor allem im DSL-Bereich, rief ein positives Echo hervor. Allerdings ist das Wachstum inzwischen relativ langsam. Die Gesamtkundenzahl erhöhte sich von 12,67 Millionen auf 12,9 Millionen. Davon sind immerhin ein Viertel DSL-Kunden.

Auch bei anderen Konzernkennzahlen zeigt sich die Verlangsamung des Wachstums. T-Online gab den Umsatz für die Monate Juli bis September Mit 452,7 Millionen Euro an, nach 449 Millionen Euro im Vorquartal. Das Ergebnis vor Steuern, Zinsen, Abschreibungen und Amortisationen (Ebitda) habe sich auf 81 Millionen Euro nach 80 Millionen Euro im vorhergehenden Quartal verbessert. Es ist der zwölfte Zuwachs beim Ebitda in Folge.