T-Online Rote Zahlen durch Flatrate
Darmstadt - Der Verlust vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda) im ersten Quartal betrage 66,4 Millionen Euro, teilte T-Online am Donnerstag in Darmstadt mit. Das ist eine leichte Reduzierung gegenüber dem Minus von 66,9 Millionen Euro im vierten Quartal 2000. Analysten hatten mit einem höheren Verlust gerechnet.
Ursache für das schwache Ergebnis waren die Flatrate und die ausländischen Tochtergesellschaften. Bei der Flatrate kann der Nutzer bei Zahlung eines Pauschalbetrages beliebig lange surfen.
Mit der Einführung seiner neuen Surf-Tarife Anfang März dieses Jahres und einer strengeren Kostenkontrolle will T-Online eine "stetige Verbesserung" des Ergebnisses erreichen. Die neuen Angebote werden laut T-Online "sehr gut aufgenommen".
Der Umsatz stieg auf 280,2 Millionen Euro - ein Zuwachs um 10,1 Prozent gegenüber dem vergleichbaren Vorjahreszeitraum (173,8 Millionen Euro). Wichtigster Umsatztreiber war das Internet-Zugangsgeschäft. Hier stieg der Umsatz auf insgesamt 241,8 Millionen Euro - eine Steigerung um 22 Prozent gegenüber dem vierten Quartal 2000.
T-Online führte dies unter anderem auf das "ausgesprochen starke Kundenwachstum" zurück. Die Zahl der Kunden wuchs auf 8,7 Millionen - ein Zuwachs von 75 Prozent gegenüber dem gleichen Vorjahreszeitraum (4,8 Millionen). In Deutschland wurden 700.000 neue Kunden gewonnen, die ausländischen Tochtergesellschaften in Frankreich, Spanien und Österreich steuerten weitere 168.000 bei.
Der Umsatz im Portal-Geschäft betrug 38,4 Millionen Euro und damit 17 Millionen Euro weniger als im letzten Vierteljahr 2000. Der Rückgang hinge fast vollständig mit der Rücknahme der Werbung durch die Deutsche Telekom für die Flatrate beim schnellen Internetzugang T-DSL zusammen, hieß es.